Coronavirus -

Coronavirus - "Tonspur Wissen"

Ein Podcast von t-online.de und der Leibniz Gemeinschaft

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00:00:00: Ursula Weidenfeld: Ich bin Ursula Weidenfeld. Die Corona-Pandemie wirft viele neue Fragen in allen Lebensbereichen auf. Hier im Podcast geben Wissenschaftlerinnen Antworten und Einschätzungen dazu. Jeden Tag ein anderer Fachbereich, ein anderes Thema, eine andere Wissenschaftlerin. Heute geht es um die Frage, wie die Bürger mit Corona zurechtkommen, ob sie sich an die Regeln halten oder ob sie unter der Isolation leiden. Darüber rede ich mit Professor Cornelia Betsch. Sie hat die Heisenberg-Professur für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt inne. Frau Betsch, Sie fühlen den Deutschen in Bezug auf Corona einmal in der Woche gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Bernhard-Nocht-Institut auf den Puls. Wie kommen die Menschen mit den Ausgangssperren, mit der Quarantäne, mit Homeoffice und möglicherweise auch dem neuen Zusammenleben in ihren Familien zurecht?

00:00:50: Cornelia Betsch: Wir schauen in der Tat jede Woche und befragen jede Woche tausend Leute und wir sehen sehen, dass sich das auch sehr verändert über die Zeit. Und wir schauen uns ganz verschiedene Sachen an. Wissen die Leute, was das Gebot der Stunde ist? Halten sie sich daran? Und wie fühlen sie sich? Und tatsächlich ist es so, dass die Maßnahmen sehr gut akzeptiert werden. Es gibt ein großes Einsehen und eine große Bereitschaft, sich einzuschränken. Aber wir sehen natürlich auch, dass es Belastungen mit sich führt. Wir haben letzte Woche auch noch mit dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung zusammengearbeitet, und da haben wir uns eben auch die psychologische Lage ein bisschen genauer angeguckt. Und da sehen wir schon, dass jüngere Leute im Moment sehr gestresst sind von dieser Situation. Ältere Leute kommen damit ein bisschen besser zurecht, und so unterscheiden sich die Gruppen eben auch.

00:01:36: Ursula Weidenfeld: Wissen Sie was darüber, warum junge Erwachsene besondere Probleme haben? Männer mehr Probleme als Frauen?

00:01:44: Cornelia Betsch: Generell ist es nicht ganz eindeutig zu beantworten. Aber möglicherweise ist es so, dass die älteren Personen eben schon stärkere Bewältigungserfahrungen gemacht haben in ihrem Leben. Einige haben den Krieg erlebt, Flucht, Hunger, und haben da Strategien entwickelt, damit umzugehen. Außerdem sehen wir auch in den Daten: Die älteren Leute langweilen sich weniger als junge Leute. Das heißt, vielleicht ist es schon auch so, dass wir eben insbesondere psychisch belastet sind als jüngere Menschen, weil sich unser Alltag so stark ändert, weil wir von 100 auf der Überholspur oder über 100 auf der Überholspur abgebremst werden. Da wirken andere Kräfte, als wenn wir aus einem Schritttempo heraus bremsen.

00:02:26: Ursula Weidenfeld: Eigentlich sollte man aber doch annehmen, dass Menschen, die besonders bedroht sind von Corona, nämlich ältere Menschen, Menschen, die Vorerkrankungen haben, dass die besonders vorsichtig sind. Das geben Ihre Daten aber nicht her.

00:02:37: Cornelia Betsch: Ja, das ist in der Tat bemerkenswert, und das macht uns auch Sorgen. Und möglicherweise ist das ein Erklärfaktor. Generell ist es sowieso so, dass ältere Leute die Welt positiver sehen. Das ist der Positivity Bias. Wenn wir älter werden, sehen wir die Welt positiver. Aber sie haben wohl offensichtlich auch das Gefühl: Wir kommen ganz gut mit der Situation zurecht. Es ist so: Sie nehmen schon wahr, ältere Menschen, dass es für sie schlimmer wird, wenn sie an COVID erkranken. Aber sie denken: "Ach, ich werde es schon nicht kriegen." Und da müssen wir, glaube ich, durch Maßnahmen möglicherweise dem gegensteuern, sei es kommunikativer Art oder eben doch über stärkere Regulierung.

00:03:18: Ursula Weidenfeld: Das ist schon bemerkenswert, nicht? Dass ältere Menschen eben manchmal besorgniserregend unbefangen sind. Die halten sich nicht nur für weniger gefährdet, sondern die halten sich auch weniger an Quarantäne und Isolationsgebote als andere. Was ist denn da los?

00:03:33: Cornelia Betsch: Ich denke da, also dieses Muster, was ich gerade beschrieben habe. Also, die Risikowahrnehmung ist geringer. "Ich denke, ich werde es schon nicht kriegen." Aber möglicherweise ist auch die Idee "Ich habe hier schon andere Krisen überwunden" ein starker Treiber, sodass es dann nicht ernst genommen wird.

00:03:48: Ursula Weidenfeld: Trotzdem betreuen sie auch nach wie vor ihre Enkelkinder, obwohl das ja nun etwas ist, was man gar nicht mehr tun sollte.

00:03:55: Cornelia Betsch: Ja, das sehen wir ein bisschen zurückgegangen im Vergleich zu vorherigen Messungen. Das ist jetzt natürlich aber auch eine Notsituation. Familien wollen sich helfen. Wir sehen große Solidarität immer im eigenen Umfeld. Wenn die Leute da gucken, sehen sie, ja, wir helfen uns alle gegenseitig. Und das sind Gewohnheiten auch, ja? Schon immer war es so, dass die Oma vielleicht auf den Enkel aufgepasst hat bei den Hausaufgaben. Und die haben da schon einen guten Modus vivendi. Und auf solche Gewohnheiten greifen wir natürlich auch in der Krise zurück, und es ist sehr schwer, hier umzulernen. Deswegen ist es wichtig, dass man da sich zurückhält. Für die jungen Eltern ist es wichtig zu sagen: "Ich beiße in den Apfel, wenn es denn geht, und betreue meine Kinder selbst" oder man hilft sich mit Freunden ab. Das ist vielleicht noch eine andere Notlösung, als dass man auf die Familie zurückgreift. Hier sind sicherlich Konflikte angebracht.

00:04:49: Ursula Weidenfeld: Überhaupt sieht man ja, dass die Situation in den Familien zunehmend belastet ist. Was kann man darüber sagen und wie kann man da helfen?

00:04:58: Cornelia Betsch: Also, es gibt von der Weltgesundheitsorganisation, also, die haben so ein bisschen zusammengetragen, wie man gut durch die Krise kommt, also zum Beispiel, den Tag gut zu strukturieren, sich auch mit Freunden und Bekannten im sozialen Netz auszutauschen, soziale Nähe zu suchen, auch wenn wir körperliche Distanz suchen. Das sind alles Dinge, die man machen kann, die förderlich auch sind für diese vielbeschworene Resilienz, psychische Widerstandskraft. Das sind alles Dinge, die wir jetzt versuchen sollten. Und ich hoffe, dass das große, breite Unterstützungsangebote gibt.

00:05:33: Ursula Weidenfeld: Gibt es denn auch externe Hilfsangebote, die man kommunizieren kann, die leicht zugänglich sind für Familien, die jetzt in Not sind?

00:05:43: Cornelia Betsch: Ja, da gibt es vielfältige Angebote. Erst einmal natürlich bestehende psychotherapeutische Angebote. Die wechseln jetzt sehr häufig auf Telefon und Video um. Das ist auf jeden Fall schon mal gut, dass die Leute, die schon vorher mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, dass die weiter unterstützt werden. Aber es gibt auch viele Sorgentelefone, wenn ich das mal so als Übergriff benutzen darf, wo man sich hinwenden kann, und da sollte die Hemmschwelle auch nicht hoch sein, einfach da anzurufen, mit jemandem zu reden. Denn dann kommt der nächste Schritt. Das ist sicherlich das eine. Möglicherweise können da auch Medien helfen. Wir sehen das die öffentlich-rechtlichen Medien zum Beispiel wahnsinnig relevant sind jetzt in der Krise, die haben, ein sehr hohes Vertrauen genießen die, sie werden am häufigsten benutzt, und vielleicht sind das dann eben auch Kanäle, wo die Medienvertreter dann diese Themen aufgreifen und diese Themen verarbeiten.

00:06:42: Ursula Weidenfeld: Gucken nochmal, gerade bevor wir auf die Medien noch mal eingehen, auf die andere Gruppe, die im Augenblick dynamisch Befindlichkeiten auch entwickelt. Das sind Arbeitnehmer, die zu Hause arbeiten oder die zurzeit gar nicht arbeiten, die in Kurzarbeit sind. Es gibt bei Arbeitnehmern, das haben Sie in Ihren Umfragen auch herausgefunden, enorme Unterschiede, wie sie mit der Krise zurechtkommen. Wem geht's denn da gut und wem geht's schlecht?

00:07:06: Cornelia Betsch: Was jetzt erstmalig auftauchte, waren Leute, die denken: "Mein Arbeitgeber geht nicht gut und richtig mit dieser Krise um." Die empfinden für sich ein höheres Risiko. Also, wo jetzt auch arbeitsschutzrechtliche Dinge wahrscheinlich wichtiger werden: Dürfen Leute ins Homeoffice gehen? Welche Dinge werden aufrechterhalten? Da fängt es an, dass Arbeitgeber eine relevante Größe werden. Wenn wir uns anschauen, wer geht ins Homeoffice zum Beispiel, sehen wir eben, dass eben die, die vielleicht vorher schon ein bisschen privilegierter sind, die höhere Bildung haben, die auch nicht im Gesundheitswesen arbeiten naturgemäß, die sind eher im Homeoffice. Das kann mit solchen Dingen - was bietet der Arbeitgeber oder war ich vielleicht vorher schon in einer privilegierten Situation? - kann damit alles zu tun haben.

00:07:56: Ursula Weidenfeld: Erstaunlich ist ja: Sie haben eben den öffentlich-rechtlichen Rundfunk angesprochen und haben gesagt, die Menschen verlassen sich in der Krise viel, viel stärker auf öffentlich-rechtliche Medien, als sie das sonst getan haben oder tun. Erstaunlich ist aber, dass Menschen, die sich vor allem im öffentlich-rechtlichen Rundfunk informieren, weniger besorgt sind als solche, die sich im Wesentlichen in Sozialen Medien informieren. Wie kommt das? Eigentlich sollte man doch denken: Da wird jetzt jeden Tag gewarnt. Da wird ja auch immer wieder auf die Ausgangsbeschränkungen hingewiesen. Da werden immer wieder die Zahlen kommuniziert. Wie kommt es, dass die Leute dann trotzdem weniger besorgt sind?

00:08:33: Cornelia Betsch: Erst mal schwer, irgendwie einzelne Medieneffekte hier zu isolieren. Es spielen natürlich eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle, und auf die Schnelle können wir das jetzt nicht auf das eine oder andere Medium ganz genau zurückführen. Was schon klar ist, ist, dass die Sozialen Medien, über die Wochen hinweg sehen wir: Es gibt keine negativen Effekte durch die Sozialen Medien. Im Gegenteil scheint mir das eher so zu sein, dass dadurch, dass die Kommunikation in den Sozialen Medien sehr persönlich ist - also der Instagrammer oder YouTuber zeigt, wie er in seiner selbstgewählten Quarantäne irgendwie überlebt oder was er sich jetzt Neues ausgedacht hat, dass das fast ein bisschen ansteckend ist und dass es dadurch eher fast soziale Bewegungen gibt. Wir beobachten jetzt stärker #MaskeAuf. Viele Prominente tun sich zusammen, sagen: "Tragt eine Maske, damit, falls ihr infiziert seid, eher die anderen eher nicht unbedingt ansteckt. Das ist natürlich keine hundertprozentige Sicherheit, aber besser als nichts." Also, da entstehen soziale Bewegungen, die möglicherweise eben auch diese doch abstrakten Regeln, die wir jetzt aus der Politik hören, auch auf ganz konkrete Verhaltensweisen herunterbrechen.

00:09:44: Ursula Weidenfeld: Ist die Richtung da immer eindeutig? Also sind es immer Soziale Medien, in denen Trends generiert werden, in denen sich Trends entwickeln, in denen vielleicht auch Sachen modisch und modern werden, und hinterher reagiert die Politik? Oder ist es nicht auch umgekehrt so, dass es eine Kommunikationsstrategie ist, wenn ich darüber nachdenke, politisch möglicherweise irgendwann eine Ausgangssperre zu verhängen oder eine Maskenpflicht anzuordnen, dass es ganz gut ist, wenn die Öffentlichkeit auf so etwas vorbereitet ist. Wenn so etwas in Sozialen Medien schon mal als Trendbegriff vorgekommen ist?

00:10:21: Cornelia Betsch: Das kann hier sicher helfen. Das werden wir sicherlich auch beobachten, über die nächsten Wochen, da wird sicherlich noch etwas passieren im Bereich des Masketragens, würde ich mal schätzen. Aber sicher, auch die Regierung benutzt ja die Sozialen Medien sehr stark, auch um auf Falschinformationen einzugehen. Ich denke, da ist sehr viel passiert, seit den letzten Krisen, dass da stärker und schneller reagiert wird. Und dafür eignen sich die Sozialen Medien natürlich gut. Aber ich denke, wir sollten nicht vergessen, dass wir auch Offline-Kampagnen brauchen. Also wo sind die Leute denn jetzt noch erreichbar? Auch die, die jetzt vielleicht nicht Medien konsumieren, dringend. In Supermärkten zum Beispiel oder in Fußgängerzonen. Oder in... solche Dinge, wo Menschen doch noch mal hingehen, um sich die Beine zu vertreten. Da sollte man doch drüber nachdenken, ob man auch da noch Kampagnen fährt und die Leute informiert.

00:11:12: Ursula Weidenfeld: Die höchste Glaubwürdigkeit in der Kommunikation haben ja erstaunlicherweise Wissenschaftler selbst in dieser Krise, zum Beispiel das Robert-Koch-Institut. Ist das die erste maßgebliche Krise, in der man eigentlich gar keine Medien mehr braucht?

00:11:26: Cornelia Betsch: Nein, das denke ich sicherlich nicht. Wissenschaftler haben auch vor der Krise schon sehr hohes Vertrauen genossen. Jetzt sind sie natürlich stärker in der Öffentlichkeit. Und wir brauchen natürlich die Medien, damit die Wissenschaftler und deren Wissen auch die Öffentlichkeit erreicht. Wir sehen, das glaube ich, auch sehr am Podcast von Herrn Drosten, was für ein hohes Informationsbedürfnis auch nach ganz kleinteiligen Informationen die Leute haben. Und es ist natürlich wichtig, dass so etwas auch von Medien eingeordnet wird und zusammengeführt wird und natürlich auch die Politik an gewissen Stellen hinterfragt wird, dass auch dieser Diskurs stattfinden kann. Gerade in der Krise sind die Medien natürlich hochrelevant. Und auch in Bezug auf die Frage: Wie kommen wir eigentlich durch diese Krise durch, welche Geschichten werden erzählt? Die Medien haben wahnsinnig große Verantwortung, natürlich nicht nur, was korrekte Information betrifft, sondern auch, dass diese Information irgendwie flutscht. Weil es reicht nicht, das wissen wir aus aus vielen, vielen Jahren Gesundheitskommunikationsforschung, den Leuten die Information hinzulegen und dann werden sie schon das Richtige machen. Sehen wir ja: Wir wissen, dass Sport gut ist. Aber trotzdem haben wir irgendwie alle das Gefühl, wir machen vielleicht zu wenig.

00:12:39: Ursula Weidenfeld: Und jetzt wahrscheinlich noch viel weniger. Das Erstaunliche ist ja: Wir haben jetzt sehr viele Wissenschaftler - Sie haben Herrn Drosten genannt - , die direkt kommunizieren, die direkt mit praktisch den Zuschauern, den Zuhörern, den Bürgern in Kontakt treten. Auf der anderen Seite sind es aber eben auch Menschen, die ganz offensichtlich besonders sensibel sind, wenn es um Kritik geht, wenn es um Hate Speech geht, wenn es um Menschen gibt, die ihnen nicht glauben wollen oder die sie verächtlich machen. Müssen Wissenschaftler da ein bisschen resilienter werden, was die Öffentlichkeit angeht?

00:13:12: Cornelia Betsch: Na ja, es ist ja jetzt eine wirkliche absolute Sondersituation. Und es ist ja so, dass Wissenschaftler, jetzt, die kriegen jetzt von Natur aus kein Medientraining, sag ich mal, ja? Es ist unglaublich anstrengend, mit Journalisten, Medien zu kommunizieren, denn wir wollen nichts Falsches sagen. Wir wollen richtig verstanden werden. Wir wollen, dass die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden. Wir sehen natürlich auch, wie Journalismus funktioniert. Es gab einen sehr schönen Deutschlandfunk-Beitrag, wo analysiert wurde, ich glaube, in einer Sonntagszeitung, acht Artikel: wahnsinnig reißerische Überschriften und super faktenbasierte Texte. Und es gibt viele Leute, die lesen nur die Überschriften und treffen dann vielleicht andere Schlussfolgerungen. Das heißt, es ist ein wahnsinnig komplexes Zusammenspiel. Die Wissenschaftler wollen helfen. Sie kennen natürlich auch die Mechanismen des Journalismus, wie Medien funktionieren. Das ist nicht immer einfach. Wir sind dafür nicht ausgebildet. Wir möchten natürlich unser Wissen jetzt zur Verfügung stellen und dass da manchmal unangenehme Dinge passieren, das ist einfach so. Menschen sind sehr unterschiedlich. Die Sozialen Medien bieten jedem die Gelegenheit, sich auszutoben, in punkto Hate Speech, etc. Ich kann wahrscheinlich den Kollegen nur raten, wenn möglich, Kommentare nicht zu lesen. Denn man muss sich auch selbst irgendwie ein bisschen abschotten.

00:14:32: Ursula Weidenfeld: Und Sie haben den Eindruck, dass die Lernkurve auf beiden Seiten ganz gut ist?

00:14:35: Cornelia Betsch: Worüber ich mich freue, ist, dass viel stärker die Wissenschaft jetzt in den Fokus genommen wird und ernst genommen wird. Man sieht das: Es fangen jetzt an Debatten darum: "Jetzt hören wir hier auf die Virologen, jetzt sollten wir auch auf die Klimaforscher hören, sollte Politik sich stärker an der Wissenschaft ausrichten". Das ist auch mein Ziel. Ich denke, auch an Ihrem Podcast sieht man, dass sich ganz viele Leute systematisch damit beschäftigen, wie wir gut leben können, und zwar aus ganz vielen verschiedenen Perspektiven. Und wir sehen den Wert der Wissenschaft, und wir lernen durch diese Podcasts, dass die Wissenschaftler mit guten Intentionen da vorgehen. Ich habe die große Hoffnung, dass die Wissenschaft mehr Einzug in die Politik erhält und wir mehr Training darin bekommen, uns auch mit den Politikern auseinanderzusetzen, entweder über die Medien oder direkt. Und auch die Politik lernt, dass es einen großen Wert hat, auf die Wissenschaft zu hören.

00:15:30: Ursula Weidenfeld: Danke schön, Frau Betsch.

00:15:30: Cornelia Betsch: Gern geschehen.

Über diesen Podcast

Der Ausbruch des Coronavirus' hat unser aller Leben schlagartig verändert. In der neuen Staffel vom Podcast "Tonspur Wissen" spricht Moderatorin Ursula Weidenfeld mit einem Top-Wissenschaftler aus dem Netzwerk der Leibniz-Gemeinschaft über die konkreten Veränderungen im Fachbereich und was das für die Zukunft bedeutet.

Weiterhin verfügbar sind 30 Folgen von "Tonspur Wissen" rund um die Auswirkungen des Coronavirus. Es kommen nicht nur Virologen im Podcast zu Wort, sondern auch Psychologen, Historiker, Ökonomen, Politik- und Ernährungswissenschaftler und Experten anderer Fachbereiche. "Tonspur Wissen" ist eine Gemeinschaftsproduktion von t-online.de und der Leibniz-Gemeinschaft.

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von und mit Ursula Weidenfeld & t-online.de

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